Bowlingeschichte
Es gibt Hinweise darauf, welche auf einem ägyptischen Grabstein gefunden wurden, dass Bowling bereits etwa 5000 v. Chr. gespielt wurde. Dort fanden Archäologen eine Steinkugel und 9 Kegel in einem Grab. Die Bowlinggeschichte der nächsten 5000 Jahre ist zum größten Teil unbekannt Historiker sind ziemlich überzeugt, dass es zur Zeit der Römer gespielt wurde. Vielleicht hat Cäsar mit Brutus in einer Mannschaft gespielt und ihre Probleme begannen, als Julius in einem wichtigem Spiel den 7er Pin nicht getroffen hat.
In Deutschland war Bowling im 3.Jahrhundert ein religiöses Ritual. Damals führten die Menschen eine Art Schlagstock, Kegel genannt, zur Verteidigung mit sich. Für Ihr Ritual stellten Sie ein Kegel an ein Ende der Kirche, als Symbol für das Heidentum und versuchten, den Kegel vom anderen Ende der Kirche mit einer Kugel zu treffen. Wenn ein Bowler (Kegler) den Kegel traf, hieß es, er hätte das Böse besiegt und er wurde während des anschließenden Festmahls geehrt. Jeder Bowler, der nicht getroffen hatte, wurde ermutigt, geistlichen Beistand in der Kirche zu suchen.
In den nächsten tausend Jahren spielte man auf Gruppen von 3 bis 17 Kegel. 9 Kegel blieben dann im Laufe der Zeit übrig. Gespielt wurde auf den unterschiedlichsten Flächen wie Lehm, Stein oder Kies. Holzbahnen wurden erstmals in Holland und der Schweiz benutzt. Die Bahn war zur damaligen Zeit etwa 35 cm breit.
In Europa läßt sich das Kegeln bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurückverfolgen. Bowling breitete sich damals fast gleichzeitig auch nach Frankreich, Spanien und England aus. Allerdings mit einer Vielzahl von verschiedenen Aufstellungen und Abmessungen der Kegel.
Die Franzosen hatten z. B. "quilles" und die Engländer "skittles".
Besonders in England war Bowling ein Sport für Jedermann. Die erste öffentliche Anlage wurde im 15.Jahrhundert in London eröffnet. Bowling wurde ein enger Bestandteil des Tavernenlebens. Durch holländische und deutsche Einwanderer wurde das Bowling in Amerika bekannt.
1265 erwähnt eine Handschrift aus Xanten die sogenannten "fratres kegelorum" (Brüder des Kegelns), eine Gilde, zu deren Beitritt die Aufnahmegebühr in Form von Naturalien entrichtet werden mußte. Die Spielregeln waren zu dieser Zeit fast völlig offen. Anfangs wurde eine Kugel nur auf einen Gegenstand geworfen oder gerollt. Später waren es dann 11 Gegenstände, die bereits den heutigen Kegeln ähnelten.
1529 stand in der Reformationsordnung der Stadt Basel: " kein Kegeln an Sonn –und Feiertagen während des Gottesdienstes und vor 13.00 Uhr". Als das Kegelspiel wieder erlaubt war, wurde zunächst ausschließlich in die Vollen geworfen, wobei nach jedem Wurf neu aufgestellt werden mußte. Das war jedoch recht anstrengend für die Kegeljungen und außerdem recht zeitraubend. Als Erleichterung wurde dann das Abräumen erfunden, bei dem erst wieder aufgestellt wurde, bis alle Kegel getroffen waren.
Bis ins 18. Jahrhundert wurde ausschließlich im Freien gekegelt.
Gesellschaftsfähig wurde das Kegeln erst durch Entführung einer Kegelordnung gegen Ende des 18. Jahrhunderts.
1786 schrieb der Berliner Arzt und Gelehrte Johann Georg Krünitz in seinem 242bändigen Lexikon erstmals von "13 Regeln für das Kegelspiel", die unter anderem heute noch Gültigkeit haben, z.B. das nicht übertreten werden darf und die Kugel vor einer bestimmten Markierung aufgesetzt werden muß. Schiller und Goethe waren eifrige Anhänger des Kegelns. Eng verwandt mit dem Kegeln ist Bowling.
1840 wurde dann die erste offizielle Bowlinghalle in Amerika, New York-Manhattan eröffnet. Bowling-Clubs entstanden ab 1875, da in Amerika zu dieser Zeit ein Verbot für öffentliche Freizeitspiele ausgesprochen wurde. Diese Clubs jedoch waren gesetzlich geschützt, wenn sie zum Wohle der Mitglieder arbeiteten.
Im Laufe der Zeit wurde Bowling mehr und mehr in Gebäuden gespielt und zog aber auch dadurch immer mehr Spieler auf die Bahnen, die mit hohen Einsätzen Wetten abschlossen. 1837 wurde deshalb das Bowling mit 9 Kegel verboten, da es inzwischen als Glücksspiel betrachtet wurde. Seitdem wird mit 10 Kegeln (Pins) gespielt, da dadurch damals das Verbot umgangen wurde.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es dann zu ersten Klubgründungen mit regelmäßigem Kegeln, bald traten die sportlichen Ziele in den Vordergrund
1885 wurde von 227 solcher Klubs der "Zentralverband deutscher Kegelklubs" gegründet. 1887 wurde er in "Deutscher Kegelbund" umbenannt. Es wurden einheitliche Maße der Bahnen und Kugeln eingeführt, eine Kegelsport-Ordnung beschlossen und 1922 erstmals deutsche Meisterschaften in Frankfurt a.M. ausgetragen. Dem wachsenden Interesse trug man dann im Jahr 1952 Rechnung und gründete in Hamburg die Federation Internationale des Quilleurs (FIQ) als internationalen Dachverband, welche 1973 mit mehr als 60 nationalen Sportkeglerverbänden zwei selbstständige Förderationen beschloß, die Nine-Pin-Assoziation (NPA), welche alle Länder vertritt, die das Kegeln auf neun Kegel betreiben (Asphalt, Schere und Bohle), sowie die Ten-Pin-Assoziation (TD), welche sich um die Belange des Bowlings kümmert.
1979 erklärte die 81. Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Montevideo das Asphalt- und Bowlingkegeln für olympiawürdig.
Im Jahr 1895 wurde der "American Bowling Congress" (ABC) gegründet und zu der Einrichtung gemacht, die Regeln und Standards aufsetzte. Die Mitgliedschaft war nur für Männer möglich. Daraufhin, im frühen 19. Jahrhundert, wurde der "Women's International Bowling Congress" (WIBC) gegründet. Heute unterstützen diese beiden Organisationen und die "Young American Bowling Alliance" (YABA) Millionen von Bowlingspieler in der ganzen Welt.
Bowling ist eigentlich eine ganz einfache Sportart. Du rollst einfach die Kugel (den Ball) über die Bahn und wirfst die Pins um. Das ist der Grund, warum Bowling seit Tausenden von Jahren bei Millionen von Menschen in der ganzen Welt so populär ist.
Heute ist Bowling ein fester Bestandteil im Sport. Es wird in mehr als 112 Ländern gespielt und ist die größte offene Sportart der Welt mit mehr als 89 Millionen Spielern allein in den USA.